Besenkalender. Besenwirtschaft. Besenwirtschaften. Straußwirtschaft. Straußwirtschaften. Besenheftle.

Anzeige: Weinbauseminar in vollem Gange. Aktuelle Fotos hier!

 Eine Katastrophenmeldung: Mir hat’s, warum auch immer, das Programm für den Online-Besen-Kalender zerschmettert. Eigentlich ist noch immer alles da, aber nicht alles wird angezeigt. Die Spalte links, in der die Ortsnamen stehen, fehlt - u. a.. Ich arbeite an der Lösung der Probleme!

Anzeige:  Der Online -Besen-Kalender stiftet diese Anzeige dem www.fundracingteam.de der Württbg. Diakonie. Hören Sie mal hier. Wollen Sie mitfahren? Ja. Dann eMail an besenheftle@aol.com

Machen Sie doch mal Faxen.Hier ein Vorschlag für die erste Faxe...

Faxe 1: Antworten Sie auf alles, das jemand sagt, mit den Worten: "Ja, ja, das denkst du vielleicht!"

Faxe 2: Sollten Sie ein Glasauge haben, klopfen Sie während Unterhaltungen gelegentlich mit dem Kugelschreiber drauf.

Faxe 3: Versuchen Sie, die Ouvertüre von "Wilhelm Tell" zu spielen, indem Sie von unten mit dem Finger gegen Ihr Kinn klopfen. Wenn Sie fast am Ende sind, sagen Sie "Moment, ich hab's vermasselt!" und beginnen von vorn.

Faxe 4: Beenden Sie alle Sätze mit den Worten: "in Übereinstimmung mit der Prophezeiung".

Faxe 5: Üben Sie sich darin, Fax- und Modemgeräusche nachzuahmen.

Faxe 6: Brüllen Sie zufällige Zahlen in den Raum, wenn jemand etwas zu zählen versucht.

Faxe 7: Wiederholen Sie folgende Konversation so oft es geht:
"Hörst du das?"
"Was?"
"Vergiss es, jetzt ist es weg."

Faxe 8: Fragen Sie Ihre Mitmenschen, ob sie eigentlich Mann oder Frau sind.

Faxe 9: Die Faxe 9 müssen Sie sich ausdrucken. Dann stellen Sie Ihrem Besennebensitzer, besser noch: der Nebensitzerin, die Frage, die gleich kommt, und dann lesen Sie ihm die Erklärungen vor. Passen Sie auf, dass Sie keine Schläge kriegen (der Text stammt von “Lyrikmail”).

"Willst du noch, Hinde?"

Althochdeutsche anonyme Randnotiz: "Hirsch und Hinde"

hirez runeta hintun in daz ora
"uuildu noh hinta?"

[Text aus der Handschrift mit Kürzeln und Verbesserungen des Schreibers,
falsche und gestrichene Buchstaben in eckige Klammern gesetzt:]

hi[e]rez run&a hintun in da[s]z ora uildu noh hinta

[Übersetzung:]

Der Hirsch raunte der Hinde in das Ohr: "Willst du noch, Hinde?"

Hinde=Hirschkuh

* Der Editionstext stammt aus der instruktiven und erschwinglichen Ausgabe bei Reclam: Althochdeutsche Literatur, Eine kommentierte Anthologie, übersetzt, herausgegeben und kommentiert von Stephan Müller, Tübingen 2007 (Text X,1, S.260) http://short.to/ejeh
Der Handschriftentext beruht auf dem Cod. 8860ff. der Königlichen Bibliothek in Brüssel und folgt dem Abdruck in dem Artikel von Ute Schwab, "Das althochdeutsche Lied 'Hirsch und Hinde‘ in seiner lateinischen Umgebung"; in: "Latein und Volkssprache im deutschen Mittelalter 1100-1500", herausgegeben von Nikolaus Henkel und Nigel Palmer, Tübingen 1992, S. 74-122. Übersetzung von Martin Schuhmann.
* Ein kurzer Text, der einigen vielleicht etwas banal vorkommen mag. Am Ende des 10. Jahrhunderts war dieses Sätzchen aber jemandem so wichtig, dass er es auf den Rand einer Handschrift geschrieben hat, und dies nicht nur als Gekritzel oder Schreibprobe: Fehler wurden ausgebessert, der Melodieverlauf notiert, und in Buchstaben so groß wie der Handschrifttext treten "Hirsch- und Hinde" gleichberechtigt neben die geistlichen Hymnen, die das Manuskript eigentlich enthält. Warum sich der Schreiber so um das kleine Lied bemühte, wissen wir nicht. Die Funktion des Sätzchens können wir nur vermuten: Handelt es sich um (verstümmelt überlieferte) christliche Symbolik? Lesen wir den Refrain eines Tanzlieds, der vor jeder neuen Runde gesungen wurde? Hat das Ganze einen offen sexuellen Sinn - ist es vielleicht ein Teil eines Liebes- und Verführungsgedichts? Der Text könnte auch etwas mit alten Paarungsritualen und Maskenspielen zu tun haben... Unklar bleibt auch, warum man so etwas ausgerechnet auf den Rand einer Handschrift mit christlichen Texten schreibt und darunter noch den Anfang eines Preislieds auf den heiligen Petrus mit einem ähnlichen Melodieverlauf setzt. Wollte vielleicht jemand einen Liedtext bewahren, den er vielleicht beim letzten Tanz gehört hat - und hat dann festgestellt, dass ein Petrushymnus sich ganz ähnlich anhört? Oder ist die Notiz die Vorbereitung eines Angriffs auf ein altes heidnisches Hirschritual, das durch ein christliches Petrusfest mit einem ähnlichen Lied ersetzt werden sollte? Wir wissen es nicht; seit etwas mehr als 1000 Jahren raunt der Hirsch der Hinde ins Ohr und lädt ein, das Spiel von Tanz und Liebe noch einmal zu beginnen. Das mag banal sein, aber auch notwendig. In diesem Sinne einen schönen Juni!

Faxe Nr. 10: Bestellt einer an Ihrem Tisch ein Achtele, dann sagen Sie laut und vernehmlich fünf-, besser siebenmal: Joachim Perinet sagte, der ist kein braver Mann, der seinen Durst mit Achteln labt, fang lieber gar nicht an. Schauen Sie dem Achtelbesteller dabei tief in die Augen.

Faxe Nr. 11: Stellen Sie Ihren Besen-Tischnachbarn seltsame Fragen und notieren Sie die Antworten in einem Notizbuch... Murmeln Sie dabei etwas von "psychologischen Gutachten".

Faxe Nr. 12: Probieren Sie im Besen aus, wie langsam Sie krächzen und quaken können.

Faxe Nr. 13: Beenden Sie Gespräche, indem Sie Ihre Hände auf die Ohren legen und Grimassen schneiden.

Mit der Faxe 13 beenden wir die Faxenmacherei.

Scrollen Sie weiter nach unten!

 

Ein Teil der Gruppe “A.S.A.S.” - am 17. Mai im Heumadener Mostbesen fotografiert. Die alten Säcke und alten Schachteln haben einen Präsidenten, Kassier, Schriftführer, eine Vereinsuniform, das rote T-Shirt mit der Aufschrift “A.S.A.S.” - eben alles, was ein Vereinsmeier zum Glück braucht. Am 1. November treffen sie sich in Walter Muckenfuss’ Kappishäuserner Besen am Brünnele mit den “A.S.” - mit den alten Schoofseckeln. Die “A.S.A.S.” brauchen keine Faxen zu machen (siehe oben), die leben ihre  Faxen. Fotos: Besenheftle/whb

Habe Walter Muckenfuss gefragt, ob er wisse, dass die ASAS am 1. November zu ihm kämen... Seine Antwort finden Sie hier.

Das Schiller-Jahr ist da. In Stuttgart, in Marbach, in Baden-Württemberg, in Deutschland wird’s zelebriert.

Ja, was? Geht’s um den Friedrich Schiller oder um den Schiller-Wein? Freunde, wir feiern unser Landsmann Friedrich Schiller. Den, der in Weimar zusammen mit Goethe auf einem Denkmalsockel steht und in Stuttgart, auf dem Schillerplatz, ganz allein, ohne Goethe...

Aber immer wieder taucht im Besen die Frage auf, ob der Schiller, den wir da , vor allem im Sommer, so vor uns hin süffeln, den vor allem die Damen, die sich nicht recht zwischen Weiss und Rot entscheiden können, lieben,  also: ob der Schiller nach Friedrich benannt ist - und überhaupt: Was ist ein Schiller?

Ich könnte Euch das jetzt mit eigenen Worten sagen, aber ich trinke derweil lieber einen Schiller und zitiere daher Wikipedia:

Schillerwein ist ein roséfarbener Wein, den man aus einem Gemisch von  weissen und roten Trauben herstellt, die noch vor der Maische vermengt werden  und die aus der selben Parzelle (Weinberg) geerntet wurden. Schillerwein, den  man mitunter auch Rotling nennt, wird  hauptsächlich in Württemberg, aber auch in Sachsen (hier Schieler genannt), Graubünden, im St.Galler Rheintal und im Wallis hergestellt. Man nimmt an, dass der Wein  nicht nach dem Dichter Friedrich von Schiller, sondern bereits  im Mittelalter nach seiner schillernden Farbe benannt wurde.

Alle im Anbaugebiet Württemberg angebauten Rebsorten dürfen dafür verwendet  werden, weshalb Schillerwein sehr variabel ist. In Graubünden muss der Anteil an  roten Trauben den der weissen überwiegen. Im Wallis hingegen werden 85 % Fendant mit 15 % Pinot Noir zum Schiller  vinifiziert.

Ein Rotling muss mindestens die Qualitatsstufe QbA (Qualitatswein bestimmter  Anbaugebiete) besitzen, um als Schillerwein vermarktet werden zu dürfen. Ende des Wikipedia-Zitats.

Halten wir fest: In Deutschland gibt’s Schiller nur in Württemberg. Und die Fachleute für die Ethymologie und den Wein in den Instituten, tief unten im Keller und hoch oben in den Weinbauschulen sind sich einig: Der Weinname Schiller hat nichts mit onserm Friedrich zu tun. Halten Sie mal einen Schiller gegen die Sonne ins Licht, dann geht Ihnen ein Schiller auf - und Sie haben einen Schimmer vom Schiller!

In Bretzfeld im Hohenlohischen gibt’s zwei Weingärtner, die ein Weingut betreiben. Den Diplom-Agrarbiologen Manfred Birkert und den Dipl.-Ing. für Oenologie und Weinbau Boris Birkert. Die beiden führen auch einen Besen. Und weil sie offenbar mit Weingut und Besen nicht ganz ausgelastet sind, haben sie eine Spezial-Homepage zum Thema Schiller-Wein gestaltet, die ich Ihnen ans Herz lege. Dann bestehen Sie auch den Pisa-Test zum Thema Schiller. Dank an Manfred und Boris. PS.: Sie kommen auf diese Seite von der Spezial-Homepage direkt nur zurück, wie ich festgestellt habe, wenn Sie auf die Zurück-Funktion Ihres Browsers clicken - die rechte Maustaste hilft - leider - nicht.

Der Herr Wolfram Siebeck, Deutschlands kritischster Esser, futtert sich zur Zeit durch den Osten Deutschlands - auf der Suche nach Speisen, die seiner feinen Zunge genügen. Im aktuellen ZEIT-Magazin (Nr. 3, 8.1.2009) spachtelte er in Leipzig und Potsdam. In Potsdam schlug er zu. In der Alten Försterei (Hotel Bayrisches Haus) wurde ihm als “regionale Küche” - Potsdam liegt in Brandenburg - Kaiserschmarren und Grüner Veltliner (aus Österreich) serviert. Er musste sich die “Karikatur einer Pizza” gefallen lassen und, jetzt kommt’s: “Blut- und Leberwurst aus Berliner Produktion zu Sauerkraut und Kartoffelpüree. Das letzte Gericht”, so schrieb er als letzen Satz seines Verdikts, “gibt es auch im Westen nicht besser”.

Und das will ich jetzt doch mal wissen. Von Ihnen.

Schreiben Sie mir ein kurzes eMail, wo in welchem Besen Sie exzellente Blut- und Leberwurst gegessen haben, wo Ihnen das Sauerkraut schmeckte. Kartoffelpüree ist ja eher selten im Besen... Bitte, schreiben Sie mir, warum die Blut- und Leberwurst und das Sauerkraut gut oder sehr gut oder sogar exzellent waren... warum es

[Oifach schbiddse]

oder

[Sau:guad]

war.

Ich brauche Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer und das ungefähre Datum, wann Sie zuletzt Blut- und Leberwurst samt Sauerkraut im Besen genossen haben. Wenn ich Ihr eMail veröffentliche, gebe ich natürlich nur Ihre eMail-Adresse an - und auch die nicht, wenn Sie mir schreiben, dass sie nicht genannt werden soll. Ihr Name und Ihre Adresse sind notwendig (und werden garantiert nicht verkauft), damit nicht allzuviel Blödsinn - mit dem man bei solchen Aktionen ja immer rechnen muss - auf meinem Schreibtisch landet...  Rechnen Sie durchaus mit meinem Anruf bei Ihnen nach Ihrem eMail.

Rechnen Sie auch damit, dass ich Ihre Empfehlung selbst überprüfe, in den von Ihnen erwähnten Besen fahre und Blut- und Leberwurst und Sauerkraut esse. Und eventuell meinen Kommentar dazu gebe.

Und jetzt bitte an die Tasten. Schreibt mal schön. Und zwar an besenheftle@aol.com

Vorne links die Leberwurst. Rechts die Blutwurst. In der Mitte das Sauerkraut. Foto:Willi H. Butz (aufgenommen am Abend des 9. Januar 2009 in einem Remstäler Besen, in Weinstadt, um genau zu sein, in der Poststrasse, um ganz genau z sein...).

Ich kann im übrigen auf Anhieb sagen, wo ich die beste Blut- und Leberwurst gegessen habe... Aber ich b’halt’s für mich. Ich will’s ja von Ihnen wissen.

Nach oben.

Und hier der Click zu den Antworten der Blut- und Leberwurstspachtlern.

2. Januar 2009. Das Stuttgarter Wochenblatt bringt einige Besendaten und einen Artikel mit dem Titel Selbst alte Bruddler werden im “Besa” gesellig.

Den Artikel schmückt ein Foto von “arc/Eppler”, das im Stuttgarter Citybesen aufgenommen worden ist. Im Vordergrund schafft eine hübsche Bedienung, sie schafft für Andreas Linzenmeyer vom Heumadener Mostbesen und für Willi H. Butz (also für mich) vom Online-Besen-Kalender, der grad, wie so oft, sein Viertele im Henkelglas lupft... Ein schönes Foto, Andreas und ich hatten uns verabredet, um den Citybesen kurz nach der Eröffnung in Augenschein zu nehmen. Das Foto ist also schon etwas älter... Und natürlich können mit “Bruddler” nicht Andreas und ich gemeint sein - wie man unseren fröhlichen Mienen ansieht, und zwar deutlich. Die Brünette im weißen T-Shirt hat mir grad das Glas gefüllt und ich halte mit einem Finger den Deckel, damit sie den Strich machen kann. Hier das Foto: 

Aus dem Wochenblatt gescannt von WHB.

Nach oben.

Hier nochmals aus dem “Top-Aktuell-Infos!”-Archiv hervorgeholt:

Ein exzellentes Weinbuch ist anzuzeigen!

Seit Dezember 2007 liegt’s auf meinem Schreibtisch. Ich werd’s so schnell wie möglich besprechen: Gudrun Mangolds Trollinger & Co. - Württemberger Weinkultur. (gibt’s in jeder Buchhandlung ISBN: 978-3-00-023433-0, Edition Gudrun Mangold) - oder per Post zu Ihnen nach Hause hier. Eines zeichnet dieses Buch aus, es stimmt nicht ein in den Chor der immer gleichen Lobhudeleien der immergleichen Schreiber über die immergleichen Weingüter - fügen wir noch hinzu: Und auch die immergleichen Sommeliers oder Sommelieren kommen - zum Glück - nicht zu Wort. Dafür schmeckt, nach der Lektüre, jeder Schluck eines guten Württembergers um so besser, denn: auch das Hirn, der Geist, meinethalben auch die Seele - alle drei -  trinken mit...!

Bis ich Ihnen das Buch ausführlich mit seinen lustmachenden Texten und Bildern ausführlich hier vorstelle, greife ich zu einem Kunstgriff, den mir der Vizelokalchef des Metzinger-Uracher Volksblatts, Peter Kiedaisch, genehmigt hat. Christina Hölz, Redakteurin des Volksblattes, hat sich nämlich einen Aspekt des Buches vorgenommen, den Albwein, und der ist u. a. in Kappishäusern, gehört zu Kohlberg - und Kohlberg gehört zu Neuffen, anzutreffen. Zwei Besenwirtschaften - siehe die Seite Neuffen - schenken dort Viertele aus...

Jetzt also der schöne Artikel von Christina Hölz aus dem Metzinger-Uracher Volksblatt vom 12. April 2008. Foto:Thomas Kiehl.

Jetzt der Text Christiane Hölz’.

Clicken Sie ruhig an, die PDF-Dateien sind virenfrei.

Und weil es so schön ist, hier noch ein Artikel Peter Slamas über’s gleiche Buch in der Heidenheimer Zeitung, den mir die famose Gudrun Mangold aus Südfrankreich, wo sie zur Zeit kreativ (hoffe ich mal) tätig ist, zumailte. Clicken Sie auf...

Peter Slama über Trollinger & Co.

Clicken Sie auch auf Seewein.

Zu den Besen in Stuttgart.

Zur Seite “Was vorher war”.

Tipps für’s schlaue Arbeiten mit dem Online-Besen-Kalender.

Was früher in “Top-Aktuell-Infos!” zu lesen war

 

Startseite!